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Review: Kiss Me Once – Stella Tack | 5 Sterne

3. Juli 2020

„Und das Leben… nun, ab einem gewissen Punkt bricht es uns alle. Menschen genauso wie Unternehmen. Aber es liegt an uns, ob wir die Scherben wieder aufsammeln oder sie zerbrochen am Boden liegen lassen.“ 

Ivy aus „Kiss Me Once“ – Stella Tack (S. 459)

Inhalt

Ivy Redmond, Tochter eines reichen Ölmagnaten, hat die Bevormundung ihrer Eltern und ihr Leben als Vorzeigetochter satt. Entgegen der Vereinbarung mit ihrem Vater reist sie allein und einige Tage früher als geplant an der University of San Francisco an, um ihre Freiheit in vollen Zügen zu genießen. 

Ihr ist zwar bewusst, dass sie bald wieder einen Bodyguard zugeteilt bekommt, doch niemals hätte sie damit gerechnet, dass es ausgerechnet der gepiercte und tätowierte Ray alias Ryan MacCain ist, den sie beinahe überfahren, dann über den Haufen gerannt und schließlich geküsst hat. 

Ryan ist ebenso verärgert, dass ausgerechnet das hübsche Mädchen, das sich ihm als Haidi vorgestellt hat, sein Schützling bei seinem ersten Auftrag als Personenschutz ist. Denn Ivy ist völlig anders als das versnobte reiche Mädchen, das er erwartet hat. 

Es wird ein harter Kampf, sich ihr gegenüber professionell zu verhalten und er ist sich nicht sicher, ob er dem hinreißenden, nach Gatorade verrückten Mädchen auf Dauer widerstehen kann. 

Als dann noch ein Journalismus-Student auf der Suche nach der nächsten großen Story für seine Abschlussarbeit auf sie aufmerksam wird, scheint die Welt endgültig aus den Fugen zu geraten. 

Review

Stella Tack hat mich mit „Kiss Me Once“ absolut überwältigt. Ich wusste aus Ausschnitten bereits, dass mir der Schreibstil und der Humor der Autorin gefallen würde, aber ich hätte nicht damit gerechnet. Es war eine absolut grandiose Mischung aus Witz und Spannung, die kaum besser hätte sein können. 

Die Charaktere waren nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Ryans Kampf gegen seine eigenen Gefühle war unglaublich realistisch und man konnte seine Qualen förmlich spüren. 

Gegen Ende habe ich mich kurz gefragt, wie die Autorin Ivy noch aus den Klauen ihrer Eltern befreien will, aber es ist ihr gut gelungen und das Ende ist wirklich schön geworden. Auch die Tatsache, dass es für das andere Paar, Alex und Jeff, ein Happy End gab, das aber nicht völlig glatt läuft, passt zu der Geschichte. Es wäre merkwürdig gewesen, wenn plötzlich alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen wäre, aber so gab es einen guten Abschluss. 

Ich für meinen Teil freue mich schon sehr auf Band 2 und habe auch gleich noch andere Bücher der Autorin gekauft!